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| Seit siebzehn Jahren arbeite ich als freischaffende
Bildhauerin in München. Beschäftigt mit Objekten und
Installationen im öffentlichen Raum, gehe ich von der
Materialität der Dinge im Lebensraum der Menschen aus.
Zugleich nutze ich die modernen Medien zur Recherche und zur
technischen Umsetzung und Ausführung meiner Entwürfe. Im
Atelier des Künstlers treffen handgreifliche traditionelle
Arbeitsgänge mit hochtechnisierten virtuellen Simulationen
zusammen. |
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Welchem
Wandel unterliegt die Kunst unter diesen Bedingungen, und welchen
Einfluss haben digitale Kommunikationsformen auf den konkreten
Raum? Ist dieser ersetzbar, gar beliebig austauschbar?
Wo die Einheit von Ort und Materie ,gegenstandslos' wird,
verändert sich die Frage nach dem Sinn und Zweck realer
Gegenstände, wenn diese, in Pixel aufgelöst, als
Bilddaten sekundenschnell um den Globus reisen können. Kann
eine ,ortlose' Kunst in den Raum eingreifen? Welchen Platz besetzt
die lokale Werkstatt in der globalen Wissensgesellschaft? |
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| Dass experimentelle Arbeitsformen nur nach dem
Ergebnis beurteilt werden, stellt sich mir als Paradox dar. Ohne
das hybride Zusammenspiel von Improvisation und
Professionalität, von Wagnis und Wissen kann Neues nur
zufällig entstehen. Im Atelier findet Arbeit ,ohne Netz'
statt. Im Zugriff selber bestätigt sich die schöpferische
Kraft. |
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